Archive | August, 2011

Der Skandal hinter dem Skandal um Google Maps-Link, Shitstorm der Staatsanwaltschaft um angebliche Schmähseite

29 Aug
Screenshot RP-Online Ausschnitt und Link zum Artikel über angebliche Schmähseite

Screenshot RP-Online

Viele Online-Portale bekannter Nachrichten-Medien wie Welt, Hamburger Abendblatt, Rheinische Post, Heise.de und eine lange Reihe weiterer mehr oder weniger seriöser Beispiele, berichten am 29.August 2011 darüber, dass Google sich via Pressesprecher Stefan Keuchel bei der Hamburger Staatsanwaltschaft öffentlich entschuldigt hat. Dafür, dass auf Google Maps die Adresse der Behörde automatisch mit einem Link zu einer kritischen, mittlerweile gesperrten, Internetseite (www.vor-verurteilung.de) verknüpft worden ist. Der Skandal sei, so der allgemeine Presse-Tenor, dass eine Behörde durch eine “Schmähseite” verunglimpft würde, die zudem aufgrund eines “Fehlers” von Google für jeden leicht zugänglich sei, der lediglich die Adresse der exekutiven Landesbehörde suchte. Zudem klang mit, dass mit der Sperrung der Internetseite und der Google-Entschuldigung jetzt alles bestens sei.

Hamburger Abendblatt hat nachgebessert

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article13571036/Link-fuehrt-auf-Schmaehseite.html

Click auf das Bild führt zum Welt Kompakt-Artikel auf welt.de über angebliche Schmähseite

Doch der Skandal liegt ganz woanders und nichts ist gut: Der eigentlich Skandal ist, dass sich Redaktionen einem Vokabular bedienen, das von der Staatsanwaltschaft aus strategischen Beweggründen heraus vorgegeben wurde, um vielmehr die mittlerweile von Google Maps entfernte Internetseite in übler Form zu diffamieren. Offensichtlich im Gegenzug zur kritischen Berichterstattung eines einzelnen Bürgers oder Gruppe. Die Redaktion von  Hamburger Abendblatt Online hat am Abend, nach meinem Hinweis an Redaktionsleiter Oliver Schirg im Google-Plus-Chat, das inkriminierende Wort durch den neutralen und korrekten Begriff  Internetseite ersetzt. Meiner Meinung zu Recht, denn die Hintergründe lassen eher vermuten, dass es sich bei der angeblichen “Schmähseite” im Prinzip um ein löbliches Beispiel für rechtsstaatliches Bürgerengagement handelt.

Der Rufmord: Was wirklich geschah

Kritische Polizisten, Inhalte der gesperrten Seite "vor-verurteilungen"

Kritischer Inhalt: Kritische Polizisten haben Inhalte der gesperrten Seite "vor-verurteilungen" gesichert

Ein Privatmann dokumentiert im Internet die Ereignisse, die seit Jahren das Leben eines jungen Polizisten zur Hölle machen. Involviert ist die Hamburger Staatsanwaltschaft. Die deckt mit ihren Mitteln allem Anschein nach eine Rufmord-Kampagne, dem das als Sexualstraftäter verleumdete Opfer seitens seiner “Kollegen” bei der Hamburger Polizei über Jahre hinweg ausgesetzt ist. Die Internetseite, welche auch den Korpsgeist innerhalb der Polizei kritisiert, wurde nach einer heftigen Intervention seitens der Staatsanwaltschaft gesperrt. Zu lesen ist die nüchtern verfasste und mit vielen Links zu diversen seriösen Quellenangaben belegte Dokumentation nach wie vor bei der Vereinigung Kritische Polizisten unter http://www.kritische-polizisten.de/kamiar_m/index.htm

Deutsche Presse: Handlanger der Mächtigen oder vierte Gewalt?

Screenshot Heise-Bericht

Screenshot Heise-Bericht zur "Schmähseite"

Zu dem menschlichen Drama, das sich hinter diesem Skandal verbirgt, möchte ich mich nicht äußern, doch was ich nicht verstehe ist, warum Google sich zu einer öffentlichen Entschuldigung nötigen lässt. Kritisch sehe ich zudem die Leichtfertigkeit der Redaktionen, besonders im Online-Betrieb, Pressemitteilungen ohne saubere Nachrecherche arglos zu übernehmen. Ausgerechnet bei einem Thema, dass Aufhorchen lassen sollte: Eine sehr mächtige Behörde drischt auf einen einfachen Polizisten ein, da schlägt der journalistische Instinkt doch Alarm, treibt die Kollegen zur Recherche an, doch Fehlanzeige. Bislang wurde die deutsche Presse, neben Legislative, Exekutive und Judikative als “Vierte Macht” im Staat gelobt. Stattdessen aber bestärkt die Presse längst ahnungslos und anscheinend frei von Verantwortungsgefühl die Verleumdungen, denen das Rufmord-Opfer ohnehin bereits seit Jahren ausgesetzt ist. Genau das passiert, indem sie eine Internetseite ohne zu Hinterfragen als Schmähseite bezeichnet. Eine schlichte Page im Netz, die diesem wirklich bösen Wort, inhaltlich und auch vom Tonfall her, wohl kaum entspricht.

Kein Bock auf Recherche?

Es ist nicht so, dass die Redakteure, Producer und medialen Hilfsarbeiter keinen Bock auf Recherche hätten. Vielmehr liegt es an mangelnden Ressourcen. Klingt paradox in Zeiten des Internets und großer Verlagshäuser, die mit ihren superschnellen Kommunikationsstrukturen protzen, nicht wahr?

Schönen Feierabend, liebe Kollegen…

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Anti-Papst-Demo? Scheiß egal!

26 Aug
Papa, mach doch, was Du möchtest,
oder: Weshalb ich niemals an einer Anti-Papst-Demonstration teilnehmen werde!
Solange Protestanten noch am Ruder sind, gilt es die Gefahr aus der calvinistischen Ecke mit Feuer und Schwert zu bekämpfen. Die mit ihrer scheiß Arbeitsethik, oder der Annahme, dass Menschen ihre Krankheiten verdient haben – bäh! 😉
Freiheit für die Kunst
Nein, ganz im Ernst: Jede Religion ist wie Musik, Prosa oder Malerei, also Kunst, vom Menschen geschaffen. Und Kunst ist unangreifbar. Wichtiger als gegen den Papst anzukeifen, ist es doch, die Säkularisierung im Staate voranzutreiben. Und was bitte schön soll es bringen, gegen eine absolut undemokratische Institution wie dem Vatikan mit demokratischen Mitteln vorgehen zu wollen? Das ist absolut lächerlich. Der Papst macht keine Gesetze, er beschließt nicht, dass Homosexuellen das Adoptionsrecht verweigert wird und er hat keinerlei rechtliche Möglichkeiten, Ehen vor dem Standesamt zu sanktionieren.
Weshalb sollte ich mich also über den Papst echauffieren?
Vielmehr sollten die Parteien in der BRD zur Rechenschaft gezogen werden. Dafür, dass es immer noch konfessionelle Unterrichtsformen gibt, es Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser geben darf, die das Arbeitsrecht missachten. Ganz zu schweigen von der Kirchensteuer. Das ist der Skandal.
Diplomatische Beziehungen zu einer theokratischen Diktatur
Aus demokratischer Sichtweise ein Ärgernis: Die Rede von Ratzinger vor dem Bundestag am 22. September 2011. Doch es ist nicht der Papst, der sich dem Bundestag aufgedrängt hat. Deutschland hegt diplomatische Beziehungen zum Vatikanstaat. Und der Bundestag hat den Papst eingeladen, in seiner Funktion als Staatsoberhaupt. Dass Deutschland diplomatische Beziehungen zu einem strukturell antidemokratischen Staat unterhält, ist in der Tat kritikwürdig . Aber Ziel des Protestes sollte auch hier die Regierung der BRD sein. Ob die Anti-Papst-Fraktion diesen Umstand realisiert hat, wage ich zu bezweifeln. Der Vorwurf an den Papst geht ins Leere, wieso sollte der Vatikan die Einladung ablehnen?  Die Frage stellt sich an die CDU/FDP -Regierung: Warum lasst ihr einen Priester, einen Theokraten und somit Diktator vor dem Parlament reden? Denn mitnichten ist diese fragwürdige Aktion gottgewollt, keinesfalls ist der deutsche Bundestag der passende Ort für einen Gottesdienst.
Jeder soll glauben dürfen, was er möchte!
Der Papst und seine Schäfchen sollen doch bitte schön glauben dürfen, was sie möchten. Die Politik jedoch muss in einer Demokratie dem Laizismus verpflichtet sein. Was ich aus der Ecke der Anti-Papst-Demo-Aufwiegler mitbekomme, ist leider nur eine plume Anti-Haltung: Gegen Religionen im Allgemeinen, gegen Staat und Kirche, gegen Glaube.
Sorry, das ist mir zu menschenfeindlich. Ich mag Kirchen, bin für diesen Staat und respektiere den Glauben an Versöhnung, Barmherzigkeit und an das gute im Menschen.
Ja, ich bin ein verkappter Katholik, aber trotzdem ein überzeugter Laizist. Dem Papa seine Bühne, der Politik ihre Verantwortung für die Republik!

Rückblick auf 30 Jahre Air Berlin – routiniert unterwegs im Flugverkehr trotz Krisen

18 Aug

Rückblick auf 30 Jahre Air Berlin – routiniert unterwegs im Flugverkehr trotz Krisen.

Soziales Netzwerken oder Facebook-Foul: der Video-Beweis bei YouTube?

16 Aug invitation to Google+ via Link without E-Mail-Adress in advance

Follow me on Google+

Screenshot von meiner Timeline mit Shrink-Funktion im Chrome-Browser

Screenshot von meiner Timeline mit Shrink-Funktion im Chrome-Browser

Ob Facebook tatsächlich zensiert, muss am heutigen Tag jedoch schon wieder in Frage gestellt werden. Auf meinem Profil ist zumindest dieser Post nach wie vor zu sehen.

 

Das Facebook zensiert, war wohl eine gut platzierte Ente: Golem.de schrieb:

“Facebook hat Googles Vorwurf gegenüber US-Medien dementiert: “Wir haben das Video gesehen, waren aber nicht in der Lage, das Verhalten zu replizieren.”Facebook wies zudem darauf hin, dass der News-Feed der Nutzer automatisch nach zahlreichen Kriterien gefiltert wird, auch abhängig vom Inhalt. Und da Links in der Vergangenheit häufig in Spam und Angriffen missbraucht wurden, werden hier besonders strenge Kriterien angelegt. Zahlreiche Nutzer bestätigen in den Kommentaren von Gundotras Google+-Eintrag die Darstellung von Facebook und konnten das Problem nicht nachvollziehen. Andere hingegen bestätigten, das Problem auch schon gehabt zu haben. In der Nacht verkündete dann der für Google+ zuständige Google-Manager Bradley Horowitz, das Problem habe sich offenbar erledigt.”

Am 15. August 2011 schrieb ich: “Interessant, das Facebook offensichtlich Google+-Verlinkungen zensiert, und somit Vernetzungsvielfalt im Internet zu unterbinden versucht. Das Unternehmen hat die Möglichkeiten, wahrscheinlich sogar das Recht dazu, schön ist es dennoch nicht und wohl kaum sozial bzw. im Sinne der Idee des sozialen Netzwerkens.” Aber wie gesagt, das Ganze könnte eine gut gemachte PR-Kampagne aus dem Hause Google+ selbst gewesen sein. Auch nicht fair, oder? Jetzt habe ich es kapiert: Zwar sehe den Post mit dem google+-Kommentar auf Facebook, meine Freunde aber nicht… Das ist in der Tat krass.

Meedia schreibt: “Das Filtern der Einladungen wird höchst diskret gemacht. So kann der Facebooker die Google+-Einladungen in seinem eigenen Stream zwar sehen. Seine Freunde jedoch nicht. Heißt: Kaum einem Nutzer fällt auf, dass seine Einladungen für seine Kontakte nicht sichtbar sind.”

VIDEO auf You-Tube:

invitation to Google+ via Link without E-Mail-Adress in advance

invitation to Google+ via Link without E-Mail-Adress in advance

“Schade eigentlich, denn Facebook könnte so viel mehr Spaß machen. Ein Grund mehr, G+ zu bevorzugen”, schreibt dazu ein mit mit mir über https://plus.google.com/ vernetzter Facebook-Nutzer.

Anbei für Interessierte der Link zu Google+, der Einladungen zu Google+, noch vor der allgemeinen Öffnung, ohne das vorherige Senden einer E-Mail-Adresse ermöglicht.

https://plus.google.com/_/notifications/ngemlink?path=%2F%3Fgpinv%3DyQRGgAX85lI%3ABA06QmbEieI

Reisejournalismus online: Meine favorisierten Reiseblogs der lieben Kollegen

8 Aug Screenshoot von der Internetseite/ Blog VonUnterwegs.de auf dem "Weg" nach Thailand

Mit Videos um die ganze Welt

Screenshoot von der Internetseite/ Blog VonUnterwegs.de auf dem "Weg" nach Thailand

Screenshoot von der Internetseite/ Blog VonUnterwegs.de auf dem "Weg" nach Thailand

Guter Reisejournalismus hat viele Gesichter. Besonders im Online-Journalismus bietet die Technik tolle Möglichkeiten. Zudem stellt die Erwartungshaltung der Netznutzer eine große Herausforderung dar. Blogger wie Johannes Klaus oder Christoph Pfaff bewältigen das mit Bravour durch gekonnten Einsatz von Komik, Kompetenz und Kreativität.

Auf Blogger.de liste ich meine Lieblingsblogs

Screenshoot von der Internetseite/ Blog Reosedepesche

Screenshoot von der Internetseite/ Blog Reosedepesche

Ersterer ist nicht von Ungefähr mit dem Grimme-Online-Medien-Preis ausgezeichnet worden. Und Christoph Pfaff ist für mich der neue “Star” auf der virtuellen Bühne: Sympathisch, sportlich, gewitzt und schwungvoll sind seine gut gemachten Minireportagen,  die stets mit viel Körpereinsatz einhergehen. Auf Blogger.de liste ich meine Lieblingsblogs bereits seit einigen Tagen auf. Mit dabei sind natürlich Reisedepesche.de von Johannes Klaus und Christoph Paffs vonunterwegs.de.

Demnächst mehr auf reiserobby.de

Reiserobby.de Anzeige auf Queer.de

Reiserobby.de Anzeige auf Queer.de

Warum genau ich Fan beider Reiseblogs bin, hat viele Gründe: individueller Geschmack – und Vorlieben, aber auch rein professionelle Bewertungskriterien spielen in meinem persönlichen Ranking eine Rolle. Auf Reiserobby.de starte ich im Reiseblog oder der Rubrik Reisthema, das überleg’ ich mir noch, eine kleine Reihe zu Blogs und Internetseiten, die sich dem Thema Reise widmen. Bis dahin habe ich die Kriterien (Performance, Personality u.v.m.) sortiert, um möglichst objektive Rezensionen abzuliefern.

Bis bald auf Reiserobby.deBon Voyage

Kein Live Stream aus Amsterdam, Sendelizenz für Deutschland sei eventuell notwendig

6 Aug

Gay-Pride in Amsterdam mit vielen Booten – live im YouTube-Stream, aber leider ist aktuell das Video via YT nicht verfügbar

Kein Live Stream aus Amsterdam, Sendelizenz für Deutschland sei eventuell notwendig

Grmpf…

 – schade!

Via Queer.de: ” … die CSD-Veranstalter hatten zuviel versprochen. Alle Youtube-Livestreams werden derzeit in Deutschland geblockt (weil es Befürchtungen gibt, man bräuchte dafür eine Sendelizenz).” (Queer.de)

“Ich selbst hatte die bunte News auf Reiserobby.de gebloggt, jetzt ist das Video geblockt – nervig!” (Robert Niedermeier)

Ärgerlich und unnötig: Internet wird um Möglichkeiten beraubt

Kein Live Stream aus Amsterdam, eventuell fehlt Sendelizenz

Streamen, aber in Deutschland möchte You Tube den Gay Pride in Amsterdam nicht "senden"

Die Gay Pride-Veranstalter streamen aus Amsterdam, aber in Deutschland möchte You Tube den Gay Pride, der jetzt  in Amsterdam stattfindet, nicht “senden”. Dass You Tube auf den letzten Drücker tolle Ideen der User torpediert, ist sehr ärgerlich. Mit ihren “willkürliche Bedenken” zu etwaig notwendigen Sendelizenzen für die “Ausstrahlung” macht Youtube das Internet ausgerechnet genau an dem  Tag zur Frace, an dem das WWW sein 20-jähriges Jubiläum feiern dürfte. Die Möglichkeiten, die das Netz im globalen Nachrichtenfluss bietet, werden ohne Not beschnitten. Selbstkastration ist bescheuert!

ReiseRobby.de am Start

6 Aug

Blogger an Bord

Die Baustelle ReiseRobby.de sieht immer besser aus. Erste Konturen des Reise-Online-Magazins ReiserRobby sind deutlich erkennbar: Einige Reise-Reportagen von Robert Niedermeier (Journalist: Reise, Lebensart, Gesellschaft) stehen bereits online, und das Blogbuch bietet eine Menge Posts.

Singapur Selbstporträt von Robert Niedermeier vor Skyline

Singapur Selbstporträt von Singapur Selbstporträt von Robert Niedermeier vor Skyline

Blogbuch: Baustelle Reiserobby.de

Doch das Blogbuch befindet sich nach wie vor  im Aufbau. Alle anderen Rubriken von ReiseRobby.de sind ebenfalls noch in der Mache. Aber es geht voran auf meiner kleinen Lieblingsbaustelle. Danke an Welle Bunt und Rediska für die große Hilfe. Allen Neugierigen und Lesefreudigen viel Spaß beim Stöbern

Bloggers on board

The site ReiseRobby.de always looks better. Contours of the first travel magazineonline reiser robby are clearly recognizable: some travel reports of Robert Niedermeier (Journalist: travel, lifestyle, society) are already online, and the book offers a lot ofblog posts.

Reiserobby in Lissabon Robert Niedermeier in Portugal

Lissabon: Reisejournalist Robert Niedermeier auf Recherche in Portugal

Blog Directory: Construction Reiserobby.de
But the blog book is still under construction. All other categories of ReiseRobby.deare also still in the works. But it’s going to my favorite little site. Thanks to Welle Buntand  Rediska  for the big support. Read all curious and joyful fun browsing 😉 Googletranslate is so f*****g funny😉